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EnEV 2014

Was ist neu in der EnEV 2014:

Die wesentlichen Änderungen in der EnEV 2014 zur EnEV 2009 sind

  • Reduzierung des Primärenergiebedarfs bei Neubauten um ca. 25 % ab 2016.
  • Ab den 1. Januar 2016 wird der zulässige Transmissionswärmeverlust auch über das Referenzgebäude festgelegt. Es darf dann sowohl der Wert des Referenzgebäudes als auch der Wert der Tabelle 2 Anlage 1 nicht überschritten werden. Somit reduziert sich auch der zulässige Transmissionswärmeverlust über die Gebäudehülle um ca. 20 %.
  • Neuregelungen bei der Ausstellung von Energieausweisen. Jeder Energieausweis bekommt eine Registriernummer.
    Es wird eine Energieeffizienzklasse im Energieausweis mit eingeführt.
  • Das Referenzklima in Deutschland wird von Würzburg nach Potsdam verlegt.
  • Die Anrechenbarkeit von Strom aus erneuerbaren Energien wird neu gefasst.
  • Bei Immobilienanzeigen muss die Energiekennzahl der angebotenen Immobilie mit angegeben werden.
  • Neuregelung bei der Aushändigung von Energieausweisen.

 

Inkrafttreten

Verordnung

Anforderungen

1952

DIN 4108
Mindestwärmeschutz

Eine Mindestanforderung an den k-Wert von Bauteilen der Gebäudehülle wird eingeführt.

1977

1. Wärmeschutzverordnung (1. WSCHVO)

Mindestwärmeschutz nach DIN 4108.

Neu:

Zusätzlich wird ein zul. km,max-Wert in Abhängigkeit des A/V-Verhältnisses eingeführt.

1984

2. Wärmeschutzverordnung (2. WSCHVO)

Mindestwärmeschutz nach DIN 4108.

Die Anforderungen an den zul. km,max-Wert  in Abhängigkeit des A/V-Verhältnisses werden erhöht.

Neu:

Anforderungen an die Dichtheit der Fenster durch Begrenzung des Fugendurchlasskoeffizienten.

Anforderungen an den k-Wert von Bauteilen bestehender Gebäude bei Sanierungen.

1995

3. Wärmeschutzverordnung (3. WSCHVO)

Mindestwärmeschutz nach DIN 4108.

Die Anforderungen an den k-Wert bei Sanierung von Bauteilen werden weiter erhöht.

Neu:

Einführung eines zul. Heizwärmebedarfs Qh in Abhängigkeit des A/V-Verhältnisses.

Der zul. Heizwärmebedarf eines Gebäudes gilt nun als Richtwert für die Bemessung der Wärmedämmung.

Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes.

2002

1. Energieeinsparverordnung (EnEV)

Mindestwärmeschutz nach DIN 4108.

Die Anforderungen an den U-Wert bei der Sanierung von Bauteilen werden differenzierter betrachtet und weiter verschärft.

Der Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes wird komplexer.

Neu:

Der zul. Primärenergiebedarf Qp in Abhängigkeit des A/V-Verhältnisses gilt nun als Kenngröße eines Gebäudes. Es wird nicht mehr allein der Wärmebedarf des Gebäudes betrachtet, sondern auch die Effizienz und Umweltfreundlichkeit der Anlagentechnik. Die Wärmeverluste werden über den zul. Transmissionswärmeverlust HT begrenzt.

Erstmalige Unterscheidung zwischen Wohn- und Nichtwohngebäuden sowie beheizten und niedrig beheizten Gebäuden.

2004

2. Energieeinsparverordnung (EnEV)

Geringfügige Änderungen im Gesetzestext. Integration der aktualisierten DIN-Normen.

2007

3. Energieeinsparverordnung (EnEV)

Nachweis für Wohngebäude wie bei EnEV 2004 mit geringfügigen Änderungen.

Neu:

Eigenes Nachweisverfahren für Nichtwohngebäude und bestehende Wohngebäude.

Bei Nichtwohngebäuden wird nun auch der Energiebedarf für Belüftung, Kühlung und Beleuchtung mit berücksichtigt.

Einführung eines Energieausweises für alle neuen und bestehenden Gebäude.

2009

4. Energieeinsparverordnung (EnEV)

Die Anforderungen an neue Wohn-  und Nichtwohngebäude werden weiter verschärft. Die zul. Transmissionswärmeverluste HT um durchschnittliche 15 %, der zul. Primärenergiebedarf QP um durchschnittlich 30 %. Auch die Anforderungen bei Sanierung von bestehenden Gebäuden wurden angehoben.

Neu:

Der zul. Primärenergiebedarf Qp ist nun auch  bei Wohngebäuden über ein Referenzgebäude zu berechnen. Außerdem dürfen nun auch Wohngebäude nach DIN V 18599 berechnet werden. Das „Vereinfachte Verfahren“ für Wohngebäude wurde nicht mehr mit aufgenommen.

2014

5. Energieeinsparverordnung
(EnEV)

Bei Neubauten wird ab dem 01. Januar 2016 der zulässige Primärenergiebedarf um weitere 25 % gesenkt. Die Anforderungen bei der Sanierung von Altbauten bleiben gleich.

Ab den 1. Januar 2016 wird der zulässige Transmissionswärmeverlust auch über das Referenzgebäude festgelegt. Es darf dann sowohl der Wert des Referenzgebäudes als auch der Wert der Tabelle 2 Anlage 1 nicht überschritten werden.

Neuregelungen bei der Ausstellung von Energieausweisen. Jeder Energieausweis bekommt eine Registriernummer.

Es wird eine Energieeffizienzklasse im Energieausweis mit eingeführt.

Das Referenzklima in Deutschland wird von Würzburg nach Potsdam verlegt.